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DER 6. SINN

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In seinem epochalen Werk »Kritik der reinen Vernunft« kommt Immanuel Kant zu dem Schluss, dass wir die Dinge in der Welt nicht direkt erfassen können, sondern dass sie stets durch unsere Wahrnehmungs- und Verstandesoperationen vermittelt sind. Beide Operationen sind notwendig, um überhaupt etwas erkennen zu können, denn »Anschauungen ohne Begriffe sind blind. Begriffe ohne Anschauungen sind leer.«
Der Bonner Philosoph Markus Gabriel sieht das ganz anders: Kant habe in dieser Beziehung völlig falsch gelegen. Das Denken sei vielmehr eine Art 6. Sinn, das wie der Seh- oder Hörsinn Bestandteile der Welt erfasst: Gedanken eben. Wie Gabriel zu dieser interessanten These kommt, erläutert er im Interview der Radiosendung »Sein und Streit«.

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