ANALOGIE, die

ist ein argumentativer Übergang. Man schließt von den Eigenschaften einer Menge 1 auf die Eigenschaften einer Menge 2.

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Das Wort Analogie kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet so viel wie Verhältnis. Man setzt zwei Mengen ins Verhältnis, die sich in ihren Eigenschaften ähnlich sind – und schlussfolgert dann von den Eigenschaften der einen Menge auf die gleichen Eigenschaften der anderen Menge.

Eine Analogie besteht folglich aus:

  • Prämisse 1 (Aussage zu Menge 1)
  • Prämisse 2 (Analogieaussage zu Menge 2)
  • Konklusion (Schluss von Menge 1 auf Menge 2)

Ein berühmtes Beispiel aus der Philosophie ist die Mensch-Staat-Analogie aus Platons Politeia:

  • Ein Mensch besteht aus Gliedern und Tugenden. [Menge 1]
  • Die Gerechtigkeit ist die höchste Tugend eines Menschen. [Menge 1]
  • Ein Staat ist wie ein Mensch aufgebaut. [Analogieaussage Menge 2]
  • Folglich ist die Gerechtigkeit die höchste Tugend eines Staates. [Schluss auf Menge 2]

Damit eine Analogie gültig ist, müssen beide Mengen hinreichend ähnlich sein. Und genau darin liegt die Ursache für viele schlechte Analogieargumente.

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