BULLSHIT, der

Was, das soll ein philosophischer Begriff sein?

Ja, denn dank Harry Frankfurt und seinem wunderbaren Essay On Bullshit haben wir eine präzise und praktikable Definition des Schwachsinns.

Bullshit, so Frankfurt, ist keine Lüge. Der Lügner kennt die Wahrheit, weil er sich – punktuell – ganz genau von ihr entfernt, dies aber zu verbergen sucht. Der Bullshitter hingegen kümmert sich überhaupt nicht um den Unterschied zwischen wahr und falsch – er redet einfach drauf los, je mehr und je ungenauer, desto besser. Dabei verfolgt er in der Regel eine ziemlich klar umrissene Agenda, und die bedeutet nichts Gutes. Er will sein Gegenüber manipulieren: wir sollen etwas kaufen, ein blödsinniges Glaubenssystem akzeptieren, uns einer dubiosen Autorität unterwerfen, eine bestimmte Partei oder Person wählen – oder wir sollen hassen.

Manchmal ist Bullshit nur albern, manchmal ärgerlich, aber er kann auch gefährlich werden: in Form von Verschwörungstheorien und Fake News, die sich im geschlossenen Resonanzraum von Facebook und Co. zum kollektiven Wahn steigern können. Was hilft? Die Philosurfers empfehlen: eine kräftige Dosis Weisheit. Zu finden unter …

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