DEDUKTION, die

ist eine Art des Schlussfolgerns. Man schließt von den Eigenschaften einer Gesamtmenge auf die Eigenschaften einer Teilmenge.

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Eine Deduktion besteht folglich aus:

  • Prämisse 1 (Aussage zur Gesamtmenge)
  • Prämisse 2 (Aussage zur Teilmenge)
  • Konklusion (Schluss von der Gesamtmenge auf die Teilmenge)

Beispiel:

  • Alle Menschen sind sterblich. [Gesamtmenge]
  • Sokrates ist ein Mensch. [Teilmenge]
  • Daraus folgt: Sokrates ist sterblich. [Schluss]

Da Sokrates ein Mensch ist, ererbt die Teilmenge Sokrates alle Eigenschaften, die in der Menge Mensch enthalten sind. Demzufolge muss Sokrates sterblich sein.

Eine Deduktion hat aufgrund dieser Mengenbeziehung ein Alleinstellungsmerkmal unter allen argumentativen Übergängen: Wenn die Prämissen wahr sind, dann ist auch die Konklusion wahr.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Deduktion immer gelingt und man 100 pro eine wahre zweite Aussage ableitet. Das hat mit ihrer Struktur zu tun. Man haut eine Deduktion nämlich dann in den Sack, wenn die Teilmenge nicht oder nicht vollständig in der Gesamtmenge enthalten ist. Wäre Sokrates ein griechisches Fabelwesen, wäre er möglicherweise nicht sterblich und die Deduktion daher ungültig.

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