GUTES LEBEN, das

Ist das höchste Gut, nach dem man im Leben streben kann.

Stellen Sie sich Sophia vor. Fragt man Sophia, wie es ihr gehe, sagt sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht: „Mir geht es gut.“ Im Freundes- und Bekanntenkreis spricht man mit Hochachtung von ihr. Eine Stimme sagt, Sophia sei ein gutes Exemplar der Spezies Mensch. Eine andere: Sophia sei ein guter Mensch.

Alle drei Aussagen über Sophia haben etwas damit zu tun, wie gut es in ihrem Leben läuft. Die Aussagen sind jedoch nicht identisch, sondern betrachten Sophias Gutsein aus unterschiedlichen Perspektiven. In Anlehnung an den amerikanischen Philosophen Daniel Haybron kann das Gute Leben als etwas betrachtet werden, dass diese drei Perspektiven vereint:

  1. „Mir geht es gut“: subjektives Wohlergehen (Innenperspektive)
  2. „Sophia ist ein gutes Exemplar der Spezies Mensch“: objektives Wohlergehen (Außenperspektive)
  3. „Sophia ist ein guter Mensch“: ethisches Gutsein

Ein Gutes Leben führt man, wenn man in allen drei Perspektiven etwas Gutes vorzuweisen hat. Jemand, der nur auf sein subjektives Wohlergehen aus ist, führt demnach kein Gutes Leben, weil ihm objektives Wohlergehen und ethisches Gutsein fehlt.

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